{"id":1995,"date":"2015-05-16T20:00:33","date_gmt":"2015-05-16T18:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cameratavocale.de\/wordpress\/?p=1995"},"modified":"2015-05-16T20:19:33","modified_gmt":"2015-05-16T18:19:33","slug":"presse-zu-juwelen-der-chormusik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cameratavocale.de\/wordpress\/presse-zu-juwelen-der-chormusik\/","title":{"rendered":"Presse zu &#8222;Juwelen der Chormusik&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Donauzeitung, 6. Mai 2015<\/p>\n<p><strong>Juwelen der Chormusik im Schloss<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Camerata vocale und die Chorschule des St.-Thomas-Gymnasiums Wettenhausen boten beeindruckendes Konzert im H\u00f6chst\u00e4dter Rittersaal<\/strong> Von\u00a0Anton Kapfer<\/h3>\n<p>Die Camerata vocale gastierte mit dem Schulchor- und Lehrerchor des St- Thomas-Gymnasiums Wettenhausen unter der Leitung von J\u00fcrgen Rettenmaier im H\u00f6chst\u00e4dter Schloss.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.cameratavocale.de\/wordpress\/?attachment_id=1996\" rel=\"attachment wp-att-1996\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1996\" title=\"Foto_Konzert_Hoechstaedt_Anton_Kapfer\" src=\"https:\/\/www.cameratavocale.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Foto_Konzert_Hoechstaedt_Anton_Kapfer.jpg\" alt=\"\" width=\"572\" height=\"322\" \/><\/a>Foto: Lorenz Kapfer<\/p>\n<p>\u201eMithilfe der g\u00f6ttlichen Tonkunst l\u00e4sst sich mehr ausdr\u00fccken und ausrichten als mit Worten.\u201c Diese These stellte einst Carl Maria von Weber in den Raum. Eine sehr eindrucksvolle Best\u00e4tigung fand diese Feststellung beim Chorkonzert dreier Ensembles, die zum Teil gemeinsam und teils eigenst\u00e4ndig agierten: der Kammerchor Camerata vocale aus G\u00fcnzburg sowie die Chorschule und Gasts\u00e4nger des Lehrerchors des St.-Thomas-Gymnasiums Wettenhausen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Interpretation der S\u00e4tze trugen die klare Handschrift ihres musikalischen Leiters J\u00fcrgen Rettenmaier. Im \u201egeistlichen Teil\u201c spannte sich der Bogen von der Barockzeit bis zur Moderne. Die Eckpunkte dieses Teils bildeten ein Kyrie des amerikanisch-schwedischen Komponisten und Jazzmusikers Steve Dobrogosz und ein Agnus dei des Tschechen Pavel Stanek, interpretiert vom gro\u00dfen Gesamtchor. Das Kyrie klang zum einen hymnisch, aber in der Artikulation ebenso flehentlich und um Erbarmen bittend. Nicht streng gegliedert, sondern ineinanderflie\u00dfend wechselten sich die Kyrie- und Christe-Rufe ab, professionell am Fl\u00fcgel begleitet von Thomas Hechinger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Repr\u00e4sentant der Barockmusik kam der geb\u00fcrtige Jettinger Johann Ernst Eberlin zu Wort. Das Ensemble \u201eCamerata vocale\u201c interpretierte mit gro\u00dfer Empathie den Passionshymnus \u201eChristus factus est\u201c, die Hingabe Jesu bis zum Tod. Von einem Frauen-Septett fortgef\u00fchrt wurde die Thematik in einem strahlenden Madrigal des Italieners Giacomo Carissimi \u201eSurrexit pastor bonus\u201c. F\u00fcr die Epoche der Klassik stand das \u201eAve verum\u201c W. A. Mozarts, das in der Art des Vortrags des Gesamtchores volumin\u00f6s, aber auch fein ausgehorcht in den Akkordstrukturen und flie\u00dfenden Phrasierungen zu einer erhebenden hymnischen Verehrung des verkl\u00e4rten Leibes Christi avancierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den absoluten Juwelen romantischer geistlicher Chormusik z\u00e4hlen die von der \u201eCamerata vocale\u201c vorgetragenen Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Mit starker Empathie und engagierter Sprache vermittelte der Chor dem H\u00f6rer den eingehenden Psalmtext, der in seiner musikalischen Ausgestaltung durch ineinanderflie\u00dfende Phrasierungen und polyfonen Ansatz, aber auch durch wechselnde Tempi und Dynamik die Tiefen der H\u00f6rerpsyche ber\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen interessanten Kontrast boten die beiden Motetten der zeitgen\u00f6ssischen norwegischen Chorkomponisten Trond Kverno und Ola Gjeilo. Sowohl im Marienhymnus als auch im \u201eUbi caritas\u201c spiegelten sich die Gef\u00fchlswelt der Menschen des hohen Nordens in der wunderbaren herben Klangsch\u00f6nheit der chorischen S\u00e4tze. Der zweite Teil des Konzertprogramms widmete sich der sogenannten profanen Chormusik. Die ersten beiden Songs erz\u00e4hlten zum einen von der Erlebniswelt eines neugeborenen Schmetterlings, zum anderen von einem Schmusek\u00e4tzchen. Der fein abgestimmte Frauenchor zeichnete mit seinen Miau- und Schnurr- Zwischenrufen eine heimische Idylle. Auch in diesem Teil fand der nordische Akzent seinen Platz. Mit einem norwegischen Wiegenlied und einem finnischen Traditional zeichneten die Interpreten sehr differenziert die unterschiedlichen menschlichen Stimmungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In zwei englischsprachigen Songs folgten der Schul- und Lehrerchor den Gedanken und Gef\u00fchlen zweier Liebenden, die in der Musik und im klaren Wasser eines Flusses Trost und L\u00e4uterung suchen. Sehr selbstbewusst agierten junge Solisten im Kontext der Darbietung des Gesamtchores. Zwei deutsche Volkslieds\u00e4tze setzten einen glanzvollen Schlusspunkt. In lautmalerischer Perfektion versetzten sich die Interpreten in die Erlebniswelt eines furchtsamen Waidmannes im \u201eEin J\u00e4ger l\u00e4ngs dem Weiher ging\u201c. Der spannende Satz \u201eAuf der schw\u00e4b\u2019sche Eisebahne\u201c wirkte nicht zuletzt sehr authentisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einem gemeinsam gesungenes Fr\u00fchlingslied schloss eine wunderbare Konzertstunde, die dem auf der Programmbrosch\u00fcre formulierten Anspruch voll gerecht wurde: glanzvoll, festlich, romantisch, vertr\u00e4umt, ironisch, heiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Donauzeitung\" href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/dillingen\/Juwelen-der-Chormusik-im-Schloss-id33958302.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/dillingen\/Juwelen-der-Chormusik-im-Schloss-id33958302.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00fcnzburger Zeitung, 05. Mai 2015<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein funkelndes Bad in den Juwelen der Chormusik<\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Camerata vocale bewegt sich im Vorgriff auf ihre Romreise im Kaisersaal des Wettenhauser Klosters abseits des Mainstreamtrubels<\/strong> Von\u00a0Helmut Kircher<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.cameratavocale.de\/wordpress\/?attachment_id=1997\" rel=\"attachment wp-att-1997\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1997\" title=\"Foto_Kirche_Kaisersaal\" src=\"https:\/\/www.cameratavocale.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Foto_Kirche_Kaisersaal.jpg\" alt=\"\" width=\"572\" height=\"322\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">30 Jahre Musikalischer Fr\u00fchling im Schw\u00e4bischen Barockwinkel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgestockt durch Chorschule und Lehrerchor des Wettenhauser Gymnasiums, brachte die Camerata vocale G\u00fcnzburg ein stimmliches Megatonnengewicht zu ihrer musikalischen Fr\u00fchjahrsparade in den Kaisersaal des Dominikanerinnen-Klosters. Musste wohl so sein, denn die nahende Romreise, mit stark vatikanischem Einschlag, wirft ihr stimmliches Potenzial voraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun geh\u00f6rt die Camerata beileibe nicht zu jenen, die der Meinung sind, sie m\u00fcssten der Welt ihre chorische Pr\u00e4senz per Klagelied mitteilen. Trotzdem, zum Hauptdarsteller ihrer stimmlichen Raumklang-Sinfonien geh\u00f6rt unabdingbar auch der seelische Ausdrucksbereich sakraler Musik. Deshalb die Zweiteilung des Programms in einen geistlichen und \u2013 das Publikum will nun mal entflammt sein \u2013 einen weltlichen Teil. Viel musikalische Gegenwart brachte Chorleiter J\u00fcrgen Rettenmaier schon in das Licht und Schattenspiel, in die glei\u00dfenden Klanganalysen von einerseits radikal moderner und andererseits zart schwelgender Kantabilit\u00e4t mendelssohnscher und mozartscher Pr\u00e4gung ein. Ein flammendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die unwiderstehliche Sch\u00f6nheit des Tones. Rettenmaier fordert sie \u2013 und das schon nach zwei Probenwochenenden \u2013 von jedem Einzelnen seiner S\u00e4ngerriege. Im bis zum Vorhof der Ekstase auftrumpfenden, vom Klavier (Thomas Hechinger) bravour\u00f6s begleitenden, stimmvolumin\u00f6sen Tutti in Steve Dobrogosz\u2019 Kyrie eleison, in Johann Ernst Eberlins melodisch verspielter Polyfonie, Mozarts auf inniglichem Herzenston gebetteten Ave Verum, oder Pavel Stanks Agnus-Dei-Klangteppich, mit seinem klangsch\u00f6n friedvollen, von emotionaler F\u00fclle beseelten Dona nobis pacem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lustvolle Liebeskummerer und frech-frei-fr\u00f6hliche Hobbymelancholiker kamen im irdischen Teil sinnlicher Sangentfaltung auf ihre Kosten. Vokale Filmmusik. Beklemmend herzbewegend, funkelnd melodramatisch und durchblitzt von Ironie, Originalit\u00e4t und Intelligenz. Wie synkopisch vertrackt, wie rhythmisch vorwitzig flunkert und flinkert er, den Windhauch k\u00fcssend, auf den Strahlen der Sonne: ein Schmetterling. So lieblich, so hell, der Himmel so blau. Sopranistisch reine Noblesse das \u201ePussykitten, pussy cat\u201c, der Schmusek\u00e4tzchensound, sanft, wie ein B\u00fcgeleisen die W\u00e4sche, pl\u00e4ttet er, schnurr-schnurr, alles Herzensmiau. Daf\u00fcr wird dann ein braver J\u00e4gersmann zu einem hals- und stimmbrecherischen Sprint \u00fcber die chorische Kurzstrecke antreten, und die dampf- und feuerfauchende \u201eSchw\u00e4bische Eisenbahne\u201c, in s\u00e4ngerisch bezaubernder Finesse, mit schw\u00e4bischem Witz und ausgefeilter Hutwurftechnik, ihren letzten Schnaufer aus dem Kessel pusten. Beim finalen \u201eNun will der Lenz uns gr\u00fc\u00dfen\u201c zwitscherten nicht nur die Waldv\u00f6glein, nein, auch der nahezu voll besetzte Kaisersaal alles Winterleid zur Klosterpforte hinaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Langanhaltender Beifall f\u00fcr eine Offenbarung chorisch \u00fcberbordender Gestaltungslust, leichtf\u00fc\u00dfiger Eleganz und bruchloser Beweglichkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a title=\"G\u00fczburger Zeitung\" href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/guenzburg\/Ein-funkelndes-Bad-in-den-Juwelen-der-Chormusik-id33943947.html\" target=\"_blank\">Link: http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/guenzburg\/Ein-funkelndes-Bad-in-den-Juwelen-der-Chormusik-id33943947.html<\/a><\/p>\n<div>\n<p>G\u00fcnzburger Zeitung, 5. Mai 2015<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h1>Der Fr\u00fchling ist zur Marke geworden<\/h1>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Seit drei Jahrzehnten hat die Konzertreihe ihren Platz im Kulturbetrieb <\/strong>Von Helmut Kircher<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<dl>\n<dt><img src=\"http:\/\/bilder.augsburger-allgemeine.de\/img\/guenzburg\/crop33944217\/8737215756-ctopTeaser\/Copy-20of-20Fr-c3-bchling-neu-1-.jpg\" alt=\"\" \/><\/dt>\n<dd>30 Jahre \u201eMusikalischer Fr\u00fchling im Schw\u00e4bischen Barockwinkel\u201c. Ehreng\u00e4ste und Jubil\u00e4umsredner, stimmlich umrahmt von S\u00e4ngerinnen der Camerata vocale: (von links) Sparkassenchef Walter Pache, Landrat Hubert Hafner, Gastgeberin Priorin Schwester Amanda und der Zweite B\u00fcrgermeister der Gemeinde Kammeltal, Hans Anwander. Foto: Kircher<\/dd>\n<\/dl>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einer Schubert-Messe fing es an, am 12. Mai 1985, im Kaisersaal des Klosters Wettenhausen. Die Konzertreihe \u201eMusikalischer Fr\u00fchling\u201c war damit aus der Taufe gehoben. Doch dass sie innerhalb weniger Jahre Kultstatus erreichen w\u00fcrde, das konnten damals nicht einmal ihre beiden bildungsgeadelten Geburtshelfer, Staatsminister Hans Maier und Landrat Georg Simnacher, ahnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was allerdings Camerata-Vorsitzende Petra Fischer bei einem kleinen Jubil\u00e4ums-Festakt im Anschluss an das Chorkonzert aussprach, wurde seit dem Tag der Gr\u00fcndung zur j\u00e4hrlich neu aufgelegten \u00dcberlebensstrategie: \u201eWo Kunst und Kultur angeboten wird, ist eine gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung durch F\u00f6rderer unverzichtbar.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Landrat Hubert Hafner nahm den Faden auf und wiederholte, was er jedes Jahr bei selbiger Gelegenheit nicht m\u00fcde wird zu wiederholen: \u201eDurch den finanziellen Beitrag der Sparkasse ist es dem Landkreis auch heuer wieder m\u00f6glich &#8230;\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Dank daf\u00fcr, dass die Veranstaltungsreihe sich etablieren und zu einem \u201efesten Platz im Kulturbetrieb der Region\u201c werden konnte, nahm Sparkassenchef Walter Pache, in bew\u00e4hrter Bescheidenheit, nicht f\u00fcr sich selbst in Anspruch, sondern hob ihn auf eine \u00fcbergeordnete Ebene: Der deutsche Sparkassenverbund, betonte er, sei der gr\u00f6\u00dfte nicht staatliche Kulturf\u00f6rderer. Und Kultur geh\u00f6re nun mal zum Wohlf\u00fchlempfinden einer Region. \u201eDeshalb soll und wird die Vielfalt kultureller Kreativit\u00e4t weiterhin unterst\u00fctzt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u201eMusikalische Fr\u00fchling\u201c, \u00e4u\u00dferte sich Hans Anwander, Zweiter B\u00fcrgermeister der Gemeinde Kammeltal, sei zum \u201eMarkennamen\u201c geworden, seine musikalische Bandbreite und Qualit\u00e4t \u201eist zu einem nicht mehr wegzudenkenden Kulturangebot unseres Landkreises geworden\u201c, denn die wechselnden Auff\u00fchrungsorte vermittelten, wie in Kirchen und Kl\u00f6stern, nicht nur ein musikalisches, sondern nicht zuletzt auch ein abwechslungsreiches architektonisches Bild unserer Region.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donauzeitung, 6. 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